Wohngemeinde zwischen den Städten
Die Gemeinde Spiesen-Elversberg wurde am 01.01.1974 im Zuge der
Gebiets- und Verwaltungsreform aus den bis dahin selbstständigen Gemeinden
Spiesen und Elversberg gebildet.
Die geschichtliche Entwicklung Elversbergs hängt sehr eng mit dem Jahr
1847 zusammen, als im nahen Heinitzstollen, der zur damaligen Preußischen
Grubenverwaltung gehörte, angeschlagen wurde. Der eigentliche Ursprung der
Kolonisten-Siedlung Elversberg war aber ein Schlafhaus auf Spieser Bann, das
alsbald im Jahre 1852 auf dem "Elmersberg" von der Grubenverwaltung
errichtet wurde. Bayern, Franzosen, Hannoveraner, Sachsen, Nassauer und sogar Böhmen
fanden hier im entstehenden Industriegebiet an der Saar Arbeit und Wohnung. Der
Zuzug vieler Arbeitskräfte und ihrer Familien verhalf der neuen Siedlung zu
raschem Wachstum. So hatte Elversberg im Jahre 1858 nahezu 600 Einwohner, in der
80er Jahren waren es fast 3000, um die Jahrhundertwende schon 5000 und im Jahre
1971 zählte der Ort über 10000 Einwohner. Elversberg wurde 1872 eine
selbstständige Gemeinde, gehörte dann jahrzehntelang mit Spiesen
zusammen zu einem Verwaltungsbezirk und war dann wieder bis zur Gebiets- und
Verwaltungsreform selbstständige Gemeinde.
Im Gegensatz zu Elversberg hat das benachbarte Spiesen eine recht lange
Geschichte. Die Siedlungsstelle war bereits den Römern bekannt. Zahlreiche
Gräber, Mauerreste, Kultstätten, Wasserleitungen, Waffen, Geräte
und Münzen deuten auf ihre Wohnstätten hin. Die Geschichte von Spiesen
verbindet sich mit den Grafschaften Saarwerden und Saarbrücken. Kirchlich
gesehen, übten die Klöster Wadgassen und Neumünster hier ihren
Einfluß aus. Bereits im Jahre 1195 wird der Ort erstmalig urkundlich erwähnt.
So konnte man im Jahr 1995 mit einer Festwoche und einem
historischen Umzug (umzug.jpg, 132 kB) das 800jährige
Bestehen feiern.
Eigentlich war Spiesen im Laufe seiner Geschichte stets ein
kleines Dorf gewesen. Noch im Jahre 1861 hatte es nur 893 Einwohner. Doch die
in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts aufblühende Montanindustrie führte
sobald auch Spiesen zu einem bedeutenden Strukturwandel, der ein starkes
Anwachsen der Bevölkerung zur Folge hatte Bereits 1885 zählte man
schon 3171 Einwohner.
Die Gemeinde zwischen den saarländischen Industrieballungsräumen
Saarbrücken und
Neunkirchen /Homburg gelegen, hat sich in den letzten
Jahren zu einer attraktiven Wohngemeinde mit städtischem Gepräge . Für
diese Entwicklung war einmal die landschaftlich reizvolle Lage und die für
die Ansiedlung von Industrie nicht gerade günstigen topographischen Verhältnisse,
sowie vor allem die räumliche Nähe zu
Saarbrücken (16 km), St. Ingbert
(4 km) und Neunkirchen (4 km) maßgebend.
Hervorzuheben
ist die zentrale Lage der Gemeinde im Saarland
mit guten Nahverbindungen nach Neunkirchen, St. Ingbert und Saarbrücken.
Spiesen-Elversberg selbst hat Anschluß an die Autobahn Trier-Karlsruhe mit
Zubringerfunktion zur Autobahn Mannheim-Saarbrücken-Paris. Der Flughafen
Saarbrücken-Ensheim ist in 20 Autominuten erreichbar. Die Gemeinde selbst
verfügt über ein voll ausgebautes Straßennetz.
Die Verbesserung des Wohn- und Freizeitwertes wird in Zukunft neben der
Erschließung von weiteren Neubaugebieten vordringliche kommunalpolitische
Aufgabe sein. Mit dem Bau der Festhalle, die kultureller und gesellschaftlicher
Mittelpunkt der Gemeinde ist, und der Errichtung zweier moderner Sporthallen
wurden weitere wichtige Meilensteine gesetzt, nämlich die Schaffung von
Einrichtungen für Kultur, Sport, Erholung und Freizeit. Mit der erweiterten
Realschule Spiesen-Elversberg kann die Gemeinde den schulpflichtigen Kindern
eine moderne und funktionsgerechte Schule zur Erlangung des mittleren
Bildungsabschlusses anbieten. Die modernen Funktionsräume garantieren eine
berufsnahe Ausbildung. Alle weiterführenden Schulen sind in den Nachbarstädten
Neunkirchen und St. Ingbert angesiedelt.
Aufgrund der Beteiligung an den Naherholungsgebieten "Ruhbachtal"
und "Weilerbachtal" sowie der Schaffung des Naherholungsgebietes "Galgenbergturm",
das auf der Ortsteilgrenze von Spiesen und Elversberg entsteht, erfährt der
Wohnwert der Gemeinde einen kräftigen Aufschwung.
Zu erwähnen sind
weiterhin die landschaftlich reizvolle und sehr waldreiche Umgebung sowie die
gut markierten Wanderwege mit Waldparkplätzen, die in nur wenigen
Autominuten erreicht werden können.
Erwähnenswert ist abschließend ebenfalls noch die gute
Versorgung der Gemeinde mit Arztpraxen, Alten- und Pflegeheimen,
Einzelhandelsgeschäften und Gastronomiebetrieben.
(Auszug aus der
offiziellen Informationsschrift der Gemeinde Spiesen-Elversberg)
P.S.:
Haben Sie früher einmal in Spiesen-Elversberg gewohnt und möchten Sie
sich ein Bild von der heutigen Größe der Gemeinde machen, so sollten
Sie einen Blick auf die
Straßenkarte der Gemeinde werfen (400 kB).
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